Häufige Fragen und die Antworten

Hier erklären wir Ihnen alles, was Sie über das Nationale Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs® und über das niedrig dosierte Computertomogramm (CT) für die Früherkennung von Lungenkrebs wissen müssen.

Wo melde ich mich an?
Was nützen das Programm und die Untersuchung?
Sind sich die Fachleute einig?
Bringen solche Untersuchungen wirklich etwas?
Weshalb nehmen Sie am Programm teil?
Hat das Programm für Frauen besondere Bedeutung?

Wie ist die Risikogruppe bestimmt worden?
Sollen sich auch Nichtraucher untersuchen lassen?

Darf man sich nur untersuchen lassen, wenn man zu einer Risikogruppe gehört?
Was ist ein CT?
Reicht ein Röntgenbild nicht?
Was soll ich tun, wenn ich Angst vor dem Resultat habe?
Gibt es keine andere Methode, Lungenkrebs zu erkennen?

Muss ich mich vom Hausarzt überweisen lassen?
Wer erstellt das CT?
Wie verläuft die Erstellung des CTs?
Muss ich Medikamente einnehmen?
Darf ich vor der Erstellung des CTs essen und trinken?
Ist ein CT gefährlich oder schmerzhaft oder unangenehm?
Welcher Strahlenbelastung werde ich ausgesetzt?

Wer darf kein CT erstellen lassen?
Was wird das CT zeigen?
Was nützten frühere CTs?
Kann ich selbst etwas auf dem CT erkennen?
Wer beurteilt das CT?
Ist das CT eine Garantie, dass ich gesund bin?
Was passiert nach dem CT?
Besteht nicht die Gefahr unnötiger Untersuchungen?
Und was ist mit Überdiagnosen?
Sind die Folgeuntersuchungen gefährlich?

Darf ich weiterrauchen?
Muss ich mich mehr als einmal untersuchen lassen?
Wer erfährt, dass ich ein CT habe erstellen lassen?
Mein Arzt sagt, die Untersuchung sei nicht nötig.
Bezahlt die Krankenkasse das CT?
Weshalb bezahlt die Krankenkasse das CT nicht?
Welche Qualitätsstandards und -kontrolle gibt es im Nationalen Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs?
Was kostet das CT?

 


 

Wo melde ich mich an?
Sie melden sich telefonisch und direkt an: 044 384 84 84, Montag bis Freitag, 1000–1600 Uhr. Rückruf anfordern.
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Was nützen das Programm und die Untersuchung?
Entdeckt man heute in der Schweiz bei einem Patienten Lungenkrebs, wird der Patient mit einer 85-prozentigen Wahrscheinlichkeit innert fünf Jahren daran sterben. Weshalb diese hohe Sterblichkeit? Lungenkrebs wird heute meist in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt – zu spät für wirksame Massnahmen.

Das muss nicht sein. Es gibt eine wissenschaftlich anerkannte Methode, die die Sterblichkeit bei Lungenkrebs deutlich senken kann: Wer als Raucher, Ex-Raucher oder Nichtraucher einer Risikogruppeangehört, lässt sich mit einer niedrigdosierten Computertomografie (CT) systematisch auf Lungenkrebs untersuchen.

Mit dieser CT-Untersuchung lassen sich die meisten Lungenkrebsherde in einem sehr frühen und damit heilbaren Stadium finden.

Um die hohe Sterblichkeit bei Lungenkrebs zu verringern, betreibt die gemeinnützige Stiftung für Lungendiagnostik das Nationale Programm für die Früherkennung von Lungenkrebs®.
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Sind sich die Fachleute einig?
Fachleute sind sich einig, dass die niedrig dosierte Computertomografie (CT) heute die einzige Möglichkeit ist, Lungenkrebs systematisch rechtzeitig zu entdecken. Einige Fachleute möchten nur Personen ab 55 und keine über 74 Jahren untersuchen. Epidemiologische Daten aus der Schweiz zeigen eindeutig, dass in der Schweiz Lungenkrebs bei Personen ab 50 Jahren so häufig vorkommt, dass die Untersuchung ab 50 Jahren angemessen ist, wenn man einer Risikogruppe (siehe «Wie ist die Risikogruppe bestimmt worden?») angehört: Das Nationale Krebsregister der Schweiz (www.nicer.org) zeigt für die Jahre 2008 bis 2012 insgesamt 18 869 Personen* im Alter von 50 bis über 85 Jahren, bei denen Lungenkrebs festgestellt worden ist. Davon sind 11 394 Personen** 55- bis 74-jährig. 7475 Personen*** sind somit 50 bis 54 oder über 74. Diese 7475 Männer und Frauen, also 40 Prozent, wären nach Meinung einiger Kritiker von der Früherkennung von Lungenkrebs von Anfang an ausgeschlossen worden. 40 Prozent der Lungenkrebserkrankten sollen also keine Chance erhalten, ihre Krebserkrankung rechtzeitig und in einem heilbaren Stadium zu erkennen, wenn es nach der Meinung dieser Kritiker geht. Das betrachten wir als unethisch.

Deshalb sind wir, im Gegensatz zu anderen Fachleuten, der Meinung, die Untersuchung dürfe Personen von 50 bis 54 Jahren und von über 74 Jahren, die in einem operablen Zustand sind, aus ethischen Gründen nicht vorenthalten werden.
*11 778 Männer, 7’091 Frauen. **7 093 Männer, 4 301 Frauen. ***4 685 Männer, 2 790 Frauen.
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Bringen solche Untersuchungen wirklich etwas?
Gelegentlich wird behauptet, Vorsorgeuntersuchungen seien grundsätzlich wenig hilfreich. Diese Behauptung lässt ausser acht, dass ein unbehandelter Lungenkrebs immer und ein zu spät erkannter und behandelter Lungenkrebs meist zum Tode führt. Eine gute Chance hat ein an Lungenkrebs Erkrankter nur, wenn man den Lungenkrebs in einem sehr frühen Stadium entdeckt. Dafür ist das Nationale Programm für die Früherkennung von Lungenkrebs® geschaffen worden.
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Weshalb nehmen Sie am Programm teil?
Sich möchten sich Sorge tragen und gehören einer Risikogruppe an. Einer Risikogruppe gehören Sie an, wenn Sie eine oder mehrere der folgenden Fragen bejahen:

Frage 1: Sind Sie 50-jährig oder älter, und haben Sie 20 oder mehr Packungsjahre (z.B. 20 Jahre jeden Tag ein Paket oder 10 Jahre jeden Tag zwei Pakete geraucht usw.)?

Frage 2: Hatten Sie Lungenkrebs, der als geheilt gilt? (Ihr Alter spielt in diesem Fall keine Rolle.)

Frage 3: Sind Sie 50-jährig oder älter, und haben oder hatten Sie Krebs im Nasen- oder Rachenraum?

Frage 4: Sind Sie 50-jährig oder älter, und sind Sie Krebs erregenden Substanzen ausgesetzt oder ausgesetzt gewesen, wie zum Beispiel regelmässig täglich mehrere Stunden Passivrauch, Asbest, Radon, Dieselrusspartikeln oder Dieseldämpfen?

Frage 5: Sind Sie 50-jährig oder älter, und haben oder hatten Sie zwei oder mehr Verwandte ersten Grades (Eltern oder Kinder oder Geschwister), die an Lungenkrebs erkrankt sind?
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Hat das Programm für Frauen besondere Bedeutung?
Der Anteil der Frauen an den Lungenkrebspatienten nimmt stark zu: Frauen reagieren noch schneller auf die Krebs erregenden Stoffe im Tabakrauch als Männer und erkranken somit eher an Lungenkrebs. Für sie hat also die Früherkennung eine besonders grosse Bedeutung. In vielen entwickelten Ländern hat die Sterberate bei Frauen wegen Lungenkrebs die Sterberate wegen Brustkrebs überholt. Das wird bald auch in der Schweiz der Fall sein.
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Wie ist die Risikogruppe bestimmt worden?
Schon lange ist bekannt, dass Tabakrauch unter anderem verschiedene Krebsarten erzeugt, vor allem den hoch gefährlichen Lungenkrebs. Um nach Möglichkeiten zu suchen, die sehr hohe Sterblichkeit bei Lungenkrebs zu verringern, hat man Studien über die Früherkennung von Lungenkrebs angestellt. Dafür hat man Personen untersucht, die mindestens 55 Jahre alt sind und 20 Packjahre aufweisen oder bestimmten anderen Risiken ausgesetzt sind. In dieser Gruppe ist die Wahrscheinlichkeit einer Lungenkrebserkrankung sehr hoch. Die Studien haben gezeigt, dass man mit der CT-Untersuchung auf dem richtigen Weg ist. Im Praxisalltag stellt man jedoch fest, dass auch zahlreiche Personen ab 50 Jahren und mit bereits 20 Packjahren an Lungenkrebs erkranken. Diese würde man vom Nationalen Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs ausschliessen, und man würde viele noch heilbare Lungenkrebse nicht entdeckten, hielte man sich an die damals für die Studien festgelegten Grenzen. Deshalb richtet sich das Nationale Programm für die Früherkennung von Lungenkrebs® der Stiftung für Lungendiagnostik an Personen ab 50 Jahren mit mindestens 20 Packjahren oder anderen Risiken (s. «Weshalb nehmen Sie am Programm teil?» und «Sind sich die Fachleute einig?»).
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Sollen sich auch Nichtraucher untersuchen lassen?
In der Regel besteht für Nichtraucher kein Bedarf, sich untersuchen zu lassen. Wir empfehlen nur bestimmten, sehr eng begrenzten Gruppen von Nichtrauchern mit besonderen Risiken und in gewissen Fällen die Untersuchung. Dabei handelt es sich um sehr kleine Gruppen Betroffener, die über Jahre regelmässig mit Krebs erregenden Substanzen in Kontakt gekommen sind und/oder in deren Familien Lungenkrebs gehäuft vorkommt (siehe «Weshalb nehmen Sie am Programm teil?»).
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Darf man sich nur untersuchen lassen, wenn man zu einer Risikogruppe gehört?
Medizinische Untersuchungen nimmt man nur vor, wenn man einem definierten Risiko ausgesetzt oder krank ist. Die Untersuchung im Rahmen dieses Programms ist eine Röntgenuntersuchung: CTs werden mit Röntgenstrahlen erstellt, denen man sich genausowenig leichtfertig aussetzt, wie man ohne Notwendigkeit Medikamente einnimmt. Wer das dringende Bedürfnis hat, sich untersuchen zu lassen, obwohl er keiner Risikogruppe angehört, also zum Beispiel zu jung ist, sollte das Gespräch mit uns suchen und seine Gründe darlegen.
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Was ist ein CT?
Bei der Computertomografie (CT) werden mit Hilfe eines Computers Röntgen-Schnittbilder (Tomogramme) durch den Körper erstellt. Diese Bilder machen Querschnitte von Organen und ihren Strukturen wie auf dünnen Scheiben sichtbar. Die Schnitte, in kurzen Abständen hintereinander gestapelt, ergeben insgesamt ein räumliches Bild vom Inneren des Körpers. Verglichen mit dem klassischen Röntgenbild liefert ein CT sehr viel genauere, schärfere Bilder, auf denen auch kleinste Details sichtbar sind. Die Abstände zwischen den Schnittbildern liegen heute bei 1 bis 2 mm. Der geübte Betrachter kann sich aus dieser Folge von Schnittbildern ein räumliches Bild machen. Dank der genaueren Auflösung als bei einem Röntgenbild und dank der dritten Dimension lässt sich Lungenkrebs in einem viel früheren Stadium entdecken, was eine frühere Behandlung erlaubt und die Chancen auf Heilung verbessert. Aus «Lexikon der Lunge», www.lungenlexikon.ch
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Reicht ein Röntgenbild nicht?
Bei der Suche nach kleinsten Lungenkrebsherden reichen die Genauigkeit und die Klarheit des Röntgenbildes nicht aus, um die Früherkennung des Lungenkrebses zu ermöglichen.
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Gibt es keine andere Methode, Lungenkrebs zu erkennen?
Zurzeit gibt es keine andere Methode, Lungenkrebs systematisch und und so frühzeitig zu erkennen, dass er erfolgreich behandelt werden kann. 
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Muss ich mich vom Hausarzt überweisen lassen?
Sie dürfen Sich selbst telefonisch und ohne hausärztliche Überweisung anmelden: 044 384 84 84, Montag bis Freitag, 0800–1200 und 1300–1700 Uhr.
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Wer erstellt das CT?
Das CT wird im Röntgeninstitut Zürich-Altstetten unter Aufsicht von Radiologen (Fachärzten FMH) von ausgebildetem Personal (dipl. Fachleuten in medizinisch-technischer Radiologie MTR) auf modernen Computertomografen erstellt.
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Wie verläuft die Erstellung des CTs?
Sie treffen im Rönteninstitut Zürich-Altstetten ein, Ihre Personalien werden vervollständigt, Sie werden zu einem der Computertomografen geführt, wo das CT ohne Kontrastmittel in liegender Position mit entkleidetem Oberkörper erstellt wird.

Die Aufnahme des CT dauert etwa 30 Sekunden. Mit den nötigen Einstellungen des Apparates werden Sie etwa fünf Minuten im CT-Raum sein.

Anschliessend erhalten Sie eine CD mit den Bildern Ihres CTs, die Sie aufbewahren oder bei Bedarf einem Arzt übergeben.
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Muss ich Medikamente einnehmen?
Die Erstellung dieses CTs ist nicht mit der Einnahme von Medikamenten verbunden.
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Darf ich vor der Erstellung des CTs essen und trinken?
Ja, Sie dürfen vor der Erstellung des CTs essen und trinken.
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Ist ein CT gefährlich oder schmerzhaft oder unangenehm?
Das CT ist weder gefährlich noch schmerzhaft. Das CT wird nicht in einer «Röhre » erstellt; Sie werden sich also nicht beengt fühlen. Die Röntgenstrahlung ist besonders tief, denn es handelt sich um ein niedrigdosiertes CT. Anlagen dieser Art unterliegen einer strengen und regelmässigen behördlichen Kontrolle.
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Welcher Strahlenbelastung werde ich ausgesetzt?
Ein Computertomogramm (CT) ist eine technisch hoch entwickelte Röntgenaufnahme, die unter anderem dreidimensionale Ansichten ermöglicht und in der Früherkennung von Lungenkrebs zur Zeit unverzichtbar ist (siehe «Was ist ein CT?»). Im Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs kommt niedrig dosierte Computertomografie zum Einsatz, das heisst Computertomografie, für die deutlich weniger Röntgenstrahlen als für andere CTs eingesetzt werden. Sie werden auf modernsten Geräten erstellt, die einer strengen behördlichen technischen Kontrolle unterliegen. 

Die folgenden Zahlen zeigen, wie man die Röntgenstrahlung beim Aufnehmen eines CTs gewichten muss: Röntgenstrahlung kommt natürlich vor. Hauptquelle der natürlichen Strahlenbelastung ist in der Schweiz Radon, welches durch die Atemluft in den Körper gelangt. Die durchschnittliche Belastung einer in der Schweiz lebenden Person durch Radon beträgt 3,2 mSv (Millisievert; Mass für Strahlendosis) pro Jahr. Die Bevölkerung ist sehr unterschiedlich betroffen; bei den am stärksten betroffenen Personen beläuft sich die Belastung auf mehr als 12 mSV pro Jahr. Die Dosis aus terrestrischer Strahlung, also aus Strahlung aus Boden und Fels beträgt im Durchschnitt 0,35 mSv pro Jahr. Die kosmische Strahlung, also die Strahlung aus dem Weltraum, beträgt durschnittlich 0,4 mSv pro Jahr und nimmt mit zunehmender Höhe zu: Auf 10 000 m.ü.M. ist die Strahlung 100-mal stärker als auf 500 m.ü.M. Im Gebirge ist die Strahlung höher als in Zürich, und ein durchschittllicher Übersee-Retourflug ergibt eine Dosis von 0,06 mSV. Vielflieger und Flugpersonal erreichen somit eine Dosis von bis zu einigen mSv pro Jahr. Ein niedrig dosiertes CT der Lungen ergibt etwa 0,4 mSv.

Das zeigt, dass die Belastung beim Erstellen eines CTs vertretbar ist. Zudem wird die Dosis bei der Computertomografie dem Gewicht der zu untersuchenden Person angepasst. Sie liegt somit in einem Bereich, den man als vernachlässigbar bezeichnen darf – besonders, wenn man Folgendes bedenkt: Es werden nur Personen untersucht, die ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an Lungenkrebs zu erkranken. Dieses um ein Vielfaches höhere Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, kann man nur eindämmen, indem man sich mit einem CT zur möglichst frühen Erkennung eines möglichen Lungenkrebses untersuchen lässt.
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Wer darf kein CT erstellen lassen?
Schwangere dürfen kein CT erstellen lassen; sie müssen also sicher sein, dass Sie nicht schwanger sind. Träger von Herzschrittmachern etc. jedoch sind zum CT zugelassen.
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Was wird das CT zeigen?
In den meisten Fällen wird das CT einen so genannten normalen Befund zeigen, also keine Hinweise auf eine Krankheit geben. Das heisst, dass Sie gesund sind oder dass die Hinweise auf eine Erkrankung so klein sind, dass Sie auf dem CT nicht erkennbar sind. Bei etwa 30 Prozent der Untersuchten wird sich auf dem CT etwas zeigen, das nicht der Norm entspricht. Die meisten dieser Hinweise sind harmlos, zum Beispiel Narben einer längst überstandenen Entzündung, die Sie vielleicht nicht einmal bemerkt haben. Wird etwas, das nicht der Norm entspricht, von den Radiologen nicht eindeutig erkannt, empfiehlt sich eine Folgeuntersuchung, zum Beispiel ein zweites CT nach drei, sechs oder zwölf Monaten, auf dem sich zeigt, ob sich im beobachteten Lungenbefund eine Grössenzunahme oder Konfigurationsänderung zeigt. Über allfällige weitere notwendige Abklärungen werden wir Sie informieren.

Auf dem CT werden unter Umständen auch Veränderungen an anderen Organen sichtbar sein. Auch über diese werden Sie in Kenntnis gesetzt.

Wichtig zu wissen ist, dass eine Veränderung noch kein Grund zur Sorge sein muss: Es gibt eine grosse Zahl vollkommen harmloser Veränderungen an der Lunge und an anderen Organen.
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Was nützen frühere CTs?
Manchmal ist eine Folgeuntersuchung empfehlenswert, mit der wir zu erkennen versuchen, wie sich ein entdeckter Lungenrundherd entwickelt hat. Meist findet diese Folgeuntersuchung einen oder einige Monate nach der Erstuntersuchung statt. In einem solchen Fall können Sie uns CTs senden, die vor Ihrer ersten Untersuchung im Nationalen Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs® andernorts angefertigt worden sind. Diese CTs können uns bei der Beurteilung helfen und unter Umständen das Anfertigen von Folge-CTs unnötig machen.
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Kann ich selbst etwas auf dem CT erkennen?
Bitte versuchen Sie nicht, das CT selbst zu interpretieren. Das «Lesen» eines CTs erfordert eine fachärztliche Ausbildung und lange Erfahrung. Laien können nicht erkennen, was das CT zeigt, und nicht selten werden sie von Darstellungen gesunder Organe beunruhigt. Warten Sie also bitte den schriftlichen Bericht ab, den wir Ihnen senden werden.
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Wer beurteilt das CT?
Der Befund wird von den Radiologen des Röntgeninstitutes erstellt. Diese ziehen bei Bedarf die beratenden Pneumologen (Lungenfachärzte) unserer Stiftung und weltweit tätige I-ELCAP-Experten (Internationales Programm für die Früherkennung von Lungenkrebs) am Mount Sinai Hospital in New York bei. Damit wird das CT Ihrer Lunge bei Bedarf von mehreren äusserst erfahrenen Personen beurteilt – ein Vorteil, den Sie üblicherweise bei der Erstellung eines CTs nicht erhalten.
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Ist das CT eine Garantie, dass ich gesund bin?
Das CT macht vieles sichtbar, aber nicht alles: Winzigste Veränderungen kann auch das CT nicht erfassen, aber es vermag Erkrankungen in vielen Fällen so frühzeitig zu zeigen, dass man sie erfolgreich bekämpfen kann.
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Was passiert nach dem CT?
Nach dem Erstellen des CTs erhalten Sie von den beratenden Ärzten der Stiftung für Lungendiagnostik einen schriftlichen Bericht. Der Bericht sagt Ihnen, was auf dem CT zu sehen ist, und er empfiehlt Ihnen, was Sie unseres Erachtens nach tun sollten: Zum Beispiel empfiehlt er Ihnen, nach einer bestimmten Zeit ein Folge-CT erstellen zu lassen oder Ihren Hausarzt oder einen Lungenfacharzt aufzusuchen.
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Was soll ich tun, wenn ich Angst vor dem Resultat habe?
Als vor einigen Jahren in der Schweiz ein Pilotprojekt zur Früherkennung von Lungenkrebs durchgeführt wurde, hat eine Studie über die psychologischen Auswirkungen gezeigt, dass sich die Teilnehmer in erster Linie erleichtert gefühlt haben. Das kann auch für Sie gelten: Wenn Sie einer Risikogruppe angehören, ist es nicht sinnvoll, die Angst zu verdrängen; besser ist es, sein Leben in die Hand zu nehmen, rechtzeitig etwas Sinnvolles für die Gesundheit zu tun und drohende Gefahr abzuwenden.
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Besteht nicht die Gefahr unnötiger Untersuchungen?
Sie werden nur untersucht, wenn Sie einer Risikogruppe angehören, das heisst, wenn die erhöhte Wahrscheinlichkeit besteht, dass Sie an Lungenkrebs erkranken. Zeigt sich auf dem CT etwas Verdächtiges, wird dem Verdacht nachgegangen. In den meisten Fällen erweist sich der Hinweis als harmlos, und Sie gelten als gesund. Urteilen Sie bitte selbst, ob Sie sich einer Untersuchung unterziehen wollen, die Ihnen entweder zeigt, dass Sie trotz eines erhöhten Risikos als gesund gelten oder die unter Umständen eine rechtzeitige und lebensrettende Behandlung ermöglicht. – Unsere Empfehlungen zur weiteren Abklärung basieren auf den Kriterien von I-ELCAP, dem Internationalen Programm für die Früherkennung von Lungenkrebs. 
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Und was ist mit Überdiagnosen?
Überdiagnose bedeutet, dass in einer Untersuchung ein Befund (eine Abnormalität) entdeckt wird, den man als gefährlich betrachtet und behandelt, obwohl der Befund dem Patienten weniger Beschwerden zugefügt hätte als die Behandlung ihm schadet. Im Falle einer Überdiagnose hätte der Patient sein Leben lang nichts von seiner Erkrankung bemerkt und wäre aus einem anderen Grund gestorben. Mit den heute verfügbaren, hoch empfindlichen Diagnosemethoden ist die Gefahr von Überdiagnosen gestiegen, weil man oft auch kleinste Abnormalitäten entdeckt.

In der sorgfältig und fachgerecht durchgeführten Lungenkrebsfrüherkennung kommt Überdiagnose aus zwei Gründen praktisch nicht vor: Erstens zögert man einen operativen Eingriff – darunter ist auch ein bronchoskopischer Eingriff zu verstehen – so lange hinaus, bis man in Anbetracht des Wachstums und der Beschaffenheit des Lungenrundherdes mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit annehmen muss, einen Lungenkrebs entdeckt zu haben. Zweitens gibt es nach heutiger Erkenntnis keine soliden Lungenkrebse, die man überlebt, ohne dass man sie behandelt.
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Sind die Folgeuntersuchungen gefährlich?
Gefährlich ist vor allem nicht erkannter Lungenkrebs. Zu bedenken ist, dass im Nationalen Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs® Personen untersucht werden, die viele Jahre geraucht haben und deshalb ein erhöhtes Risiko tragen, an Lungenkrebs zu erkranken. Nach allgemeiner Erkenntnis gibt es in solchen Fällen wenige Risiken, die grösser sind als die Gefahr, die von einem nicht rechtzeitig erkannten Lungenkrebs ausgeht. Fachleute sind sich einig, dass ein nicht rechtzeitig erkannter Lungenkrebs in jedem Fall nach einer gewissen Zeit inoperabel wird und zum Tode führt. Folgeuntersuchungen werden nur empfohlen, wenn ein medizinischer Grund besteht, und ihre Notwendigkeit wird in jedem Fall sorgfältig abgewogen.
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Darf ich weiterrauchen?
Es ist ein Irrtum zu denken, das CT setze «den Rauchzähler auf null»: Tabakrauch schädigt Ihre Gesundheit, und jede noch so kleine Menge Tabakrauch muss hinzugezählt werden zu der, die Sie schon eingeatmet haben. Es ist also von Vorteil für Sie und oft auch für Ihre Mitmenschen, wenn Sie sich vom Rauchen befreien. Dafür empfehlen wir Ihnen eine ärztlich begleitete Methode, die unter allen Methoden die höchste Erfolgsrate hat.
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Muss ich mich mehr als einmal untersuchen lassen?
Gehören jemand einer Risikogruppen an, empfehlen wir ihm, alle zwölf Monate ein CT erstellen zu lassen. Hat sich auf dem CT etwas gezeigt, das nicht der Norm entspricht, empfehlen sich Folgeuntersuchungen (s. «Was wird das CT zeigen?»). Alles Wissenswerte dazu werden Sie im Bericht lesen, den Sie von uns erhalten.
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Wer erfährt, dass ich ein CT habe erstellen lassen?
Ausser den beteiligten Ärzten und der Stiftung – die an die Schweigepflicht gebunden sind –, erfährt niemand, dass Sie ein CT haben erstellen lassen. Sie entscheiden selbst, ob Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Versicherung darüber in Kenntnis setzen.
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Mein Arzt sagt, die Untersuchung sei nicht nötig.
Ihr Arzt kennt Sie und Ihre Geschichte. Wenn Sie zu keiner der Risikogruppen gehören, ist es wirklich nicht nötig, dass Sie sich untersuchen lassen, und er hat Sie richtig beraten. Vielleicht hat er in anderem Zusammenhang ein CT von Ihrem Thorax anfertigen lassen, dabei ist auch Ihre Lunge untersucht worden, und Ihnen ist das nicht mehr bewusst. Wenn Sie jedoch zu einer der Risikogruppen gehören und kein CT Ihrer Lunge angefertigt worden ist, ist es für Sie interessant zu erfahren, wie Ihr Arzt einen Lungenkrebsrundherd zuverlässig ausschliesst. Am besten lassen Sie es sich erklären. Bis heute gibt es keine andere Methode, mit der sich Lungenkrebsrundherde in einem gut behandelbaren Anfangsstadium und damit rechtzeitig erkennen lassen.
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Bezahlt die Krankenkasse das CT?
Es gibt Krankenkassen, die über Zusatzversicherungen die Kosten für ein CT dieser Art übernehmen. Wenn Sie wollen, erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse. Gegenüber der Stiftung für Lungendiagnostik haften Sie als Direktzahler, das heisst, Sie bezahlen die Rechnung der Stiftung selbst. Werden nach der CT-Untersuchung weitere Untersuchungen oder Behandlungen notwendig, weil der Befund von der Norm abweicht, übernehmen die Krankenkassen die Kosten.
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Weshalb bezahlt die Krankenkasse das CT nicht?
Die obligatorische Krankenkasse bezahlt das CT zur Früherkennung von Lungenkrebs nicht, weil Sie keine Lungenbeschwerden haben und damit als gesund gelten. Spendengelder an unsere Stiftung ermöglichen uns, das CT zu einem für alle erschwinglichen, stark ermässigten Preis anzubieten.



Welche Qualitätsstandards und -kontrolle gibt es im Nationalen Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs®?
Wir nehmen teil an I-ELCAP, dem Internationalen Programm für die Früherkennung von Lungenkrebs, das seit 1992 besteht.



Was kostet das CT?

Unsere Aufgabe ist es, die CTs zur Früherkennung von Lungenkrebs für möglichst viele Menschen erschwinglich zu machen. Das gelingt uns dank Fördergeldern und Spenden an unsere Stiftung. So ist es uns möglich, die Früherkennungs-CTs zu einem Preis anzubieten, der den Kosten von etwa drei Wochen rauchen entspricht. Und falls Sie Sozialhilfebezüger sind, wird der Preis sogar noch tiefer.

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